HEILPRAKTIKER

Ja, ich bin auch Heilpraktiker und das mit Leib und Seele!
Denn im Vergleich zu den eher technischen und intellektuellen Arbeitswelten, in denen ich mich sonst bewege, erlebe ich genau diese eine, gelegentlich durchaus „etwas spezielle“ Tätigkeit, diesen besonderen Dienst an und für Menschen, immer wieder aufs Neue als ebenso intensiv motivierend wie innerlich befriedigend.

Und trotz allerlei erstaunlichen Erfahrungen, die ich im Bereich der Heilkunst nicht erst seit meiner amtlichen Zulassung 2010 miterleben durfte, bleibe ich – komplett ohne esoterischen Touch und ohne spirituelles Sendungsbedürfnis – ebenso bodenständig wie realistisch.

Diese wortreiche Einleitung lässt sich auch deutlich sachlicher ausdrücken:
Ich bin bevorzugt klinisch [s.u.] arbeitender Heilpraktiker ohne sektorale Einschränkung.

Der Begriff „klinisch“ steht hier für „medizinisch wissenschaftlich orientiert“ und damit nicht esoterisch arbeitend.
Er bezieht sich also NICHT auf das Arbeiten in einer Klinik, sondern auf die Tätigkeit unter klinischen Bedingungen einer invasiven medizinischen Praxis.

Meine aktuellen therapeutische Schwerpunkte sind:

  • Umfassende Befunderhebung und fachlaborbasierte Diagnostik von Speichel, Blut und Stuhl
  • Darmstatus, Darmsanierung und Mikrobiom-Renaturierung
  • Diagnostik, Behandlung und Prävention von Burnout und der sog. "Stillen Entzündung"
  • Infusions-, Injektions- und Mesotherapie
  • Gesprächs- und Hypnotherapie
  • Schmerztherapie

Informationen steuern Menschen und Maschinen

Vielleicht fragen Sie sich, wie so einer wie ich zur Heilkunst kommt?
Die Antwort ist einfach: ich kam nicht, sie war schon immer da.

Heilkundliches Wissen, egal ob streng wissenschaftlich als multidisziplinäre Medizin, traditionell als Heilkunde oder eben eher speziell, mit allerlei seltsamen Riten, Sitten und Gebräuchen, interessiert und fesselt mich seit ich denken kann. Und das mindestens genauso intensiv wie meine anderen Themen.

Man kann es aber auch so sehen: nicht zuletzt durch meine Medienarbeit verfüge ich über psychologisches, vor allem aber technisches Verständnis, sowie tiefgehende Kenntnisse und umfassendes Praxiswissen u.a. aus der Welt der IT.

Durch die – für mich – offensichtliche Analogie zwischen der Konstruktion und Funktionsweise von Menschen (oder besser, von höher entwickelten Lebewesen im allgemeinen) und komplexen Maschinen gab es für mich, was die Begeisterung für diese Themen angeht, hier aber nie einen spürbaren Unterschied.
Denn ich war und bin immer wieder aufs Neue fasziniert von biologischer „Hard- und Software“ und den darin verborgenen Technologien des Lebens, welche die Natur seit unvorstellbar langer Zeit immer wieder hervorbringt. Von der Art und Weise, wie die hochkomplexen Systeme namens „Körper und Geist“ ineinandergreifen, wie das eine (nahezu immer) untrennbar das andere beeinflusst, steuert, manipuliert, reguliert…

Das Biologie, Physik und Chemie einen Effekt auf den lebenden Organismus haben ist unbestritten. Doch viel mehr beeindruckt mich, wie selbst bloße Information, übermittelt beispielsweise durch sensorische Einflüsse wie Gerüche, Bilder, Worte oder eben durch die therapeutische Handarbeit, immer wieder das Verhalten der körperlichen Materie beeinflusst.

Die einen nennen das „Placebo-Effekt„, ich nenne es lieber „Impulsbedingte biochemische Reaktion“.
Oder noch etwas schöner formuliert: „Information bestimmt das Verhalten der Materie
Okay, so gesehen ist auch diese „Informationsmedizin“ zuletzt wieder Physik, Chemie und Biologie, ergänzt durch Psychologie.

Und nicht zuletzt bin ich absolut begeistert von der durchaus nach Science Fiction und Fantasy klingenden Vorstellung, dass jeder von uns – die Mehrheit ohne sich dessen bewusst zu sein – einen hochintegrierten, massiv vernetzten, lebendigen Mikrokosmos mit sich spazieren trägt, ohne den unser organisches Leben als Individuum gar nicht möglich wäre und der vermutlich auch unser Denken und Handeln stärker beeinflusst als wir bisher wissen. Die Rede ist hier vom Mikrobiom [1, 2], einem der für mich faszinierendsten Forschungsgebiete der modernen Biologie und Medizin!

 

„Ganz ehrlich, wäre ich gezwungen mich auf einen meiner Berufe zu beschränken, wäre die Wahl nicht einfach. Aber am Ende würde ich mich doch aus Überzeugung für diese eine, für mich ganz besondere Tätigkeit, nämlich die Ausübung der Heilkunde, entscheiden.“

Nicht wenige Heilpraktiker schreiben in Ihren individuellen Geschichten davon, dass sie aufgrund eigener Erkrankung den Weg zur Heilkunst fanden. Das trifft auf mich so nicht zu. Wie eingangs schon angedeutet, waren Medizin, Psychologie und Heilkunst für mich von Jugend an immer mindestens gleich starke Themen neben Kommunikation, Gestaltung und Technologie.

Das heißt nicht, dass ich nicht auch persönlich oder familiär mit diversen, teils schweren Erkrankungen konfrontiert gewesen wäre oder immer noch bin. Diese waren und sind aus heutiger Sicht aber eher Teil der Aus- und Weiterbildung, als Auslöser dafür, dass ich den Beruf überhaupt erst ergreifen wollte.
Unter anderen Umständen wäre ich vermutlich zuerst „richtiger Arzt“ geworden und hätte mich dann wohl erst später mit meinen restlichen Themen wie BildungMedien, Gestaltung, Technik, Theater und allem anderen beschäftigt, aber so sollte es eben nicht laufen.

Wie es endlich gelang

In den Jahren 2000-2009 durchlief ich beruflich entweder einen typischen 10-14 Stunden Agenturtag, war bei einem Großkunden vor Ort als freiberuflicher Media-Leiter aktiv oder von morgens bis abends als freier Dozent für IT- und Kommunikationsthemen im Einsatz. Deshalb schien mir ein berufsbegleitendes Studium – und etwas anderes ist eine wirklich intensive schulische und außerschulische Ausbildung zum HP auch nicht – schlicht utopisch. So dachte ich, bis ich 2008 als Grafiker für das Cover seines zur Neuauflage anstehenden Buchs „Candidalismus“ den Heilpraktiker Ekkehard Sirian Scheller kennenlernte.

Scheller war es, der mich nach Art eines Mentors, vom Moment unseres Kennenlernens an immer wieder stark motiviert und auf diesem sehr speziellen Weg zum Heilberufler gefördert und gefordert hatte.
Er gab mir den endgültigen Anstoß dafür, dass ich erneut, allen anderen Anforderungen zum Trotz, eine hochkonzentrierte und rein schulmedizinische Intensivausbildung in München antrat und aufgrund meiner umfassenden Vorbildung und nicht zu vergessen auch Dank der beständigen organisatorischen Unterstützung durch meine Frau, sehr erfolgreich abschloss.

Und so vergingen rund 9 Jahre und 4 immer wieder durch berufliche Anforderungen unterbrochene Ausbildungsanläufe, bis ich 2010 schließlich mein „kleines Studium“ bis zum Ende durchlaufen konnte und die beiden Prüfungen im ersten Durchlauf erfolgreich absolvieren durfte. Endlich hatte ich die offizielle Erlaubnis, mich „Heilpraktiker“ nennen und in diesem Rahmen auch praktizieren zu dürfen.
Nein, Sie haben sicher recht, eine solche Ausbildung ersetzt keinesfalls ein vollwertiges Medizinstudium! Aber ich hatte und habe ja auch nicht vor als Arzt oder gar an dessen Stelle zu arbeiten.

Praxiszeit

Meine erste Praxis eröffnete ich kurz nach meiner Zulassung. Die Gelegenheit dazu erhielt ich in Schellers unweit gelegenem Heilzentrum. Dort konnte ich, dank seiner freundschaftlichen Unterstützung, gegen Assistenz und Arbeitsbeteiligung, fast anderthalb Jahre lang einen eigenen Raum erst zum lernen, dann zum praktizieren nutzen.

Anfang 2010 arbeiteten in dem Zentrum neben dem Betreiber noch 3 weitere Heilpraktiker und eine Ärztin in eigenständigen Praxen. Wie Scheller hatten sich die meisten Kolleginnen und Kollegen u.a. auf eher spezielle Arbeitsfelder wie Radionik, Dunkelfeldmikroskopie und Isopathie spezialisiert. Sehr schnell entdeckte ich aber, dass ich als Gestalter, Dozent, IT- und Kommunikationsspezialist ganz andere, wissenschaftlichere Schwerpunkte setzen konnte und auch wollte.

Ich hatte mir im Verlauf der Assistenzen sehr schnell bestätigen können, dass aktives kommunizieren maßgeblich zur Vertrauensbildung und damit in direkter Folge zum Erfolg einer Therapie beiträgt.
Wer diesen nicht nur für mich maßgeblichen psychologischen Einfluss auf Therapie und Heilergebnis degradieren will, darf auch das gern als Placebo abtun. Verstanden hat ein solcher „Systemkritiker“ den Menschen und seine innersten Bedürfnisse dann aber nicht. Denn dieser und andere scheinbar „leere“ Behandlungswege aktivieren messbar die körpereigene Biochemie und das Immunsystem, kurz, die Selbstheilungskräfte – die mächtigste Institution gegen jede Form der Erkrankung die wir kennen.

Aufgrund erster Heilerfolge im psychologischen Teilbereich begann ich rasch mit erweiterten Studien und Fortbildungen und verstärkte zunächst den praktischen Einsatz rein psychologischer Behandlungsweisen.
In relativ kurzer Zeit arbeitete ich mich neben den Grundlagen der Gesprächs- und Verhaltenstherapien auch sehr schnell in die faszinierende Hypnotherapie ein. Durch letztgenannte wurde das gesprochene Wort, über unzählige erfolgreiche Einsätze, für mich schließlich zum sprichwörtlichen „Skalpell“. Und diese spezielle Behandlungsform ist für mich auch heute immer noch ebenso effektiv wie faszinierend. Es ist eine echte, ungemein positive Erfahrung live mitzuerleben, wozu ein erkrankter Mensch körperlich für und aus sich selbst in der Lage ist – motiviert und unterstützt nur durch bildhafte Suggestion.
Sie erinnern sich noch? „Information bestimmt das Verhalten der Materie

2013 entdeckte ich für mich u.a. die erstaunliche Wechselwirkung des Darms mit der Gesamtgesundheit, besser gesagt, die Wirkung und symbiotische Funktion des dort beheimateten Mikrobioms auf unser Wohlbefinden.
Nicht zuletzt dank der weltweiten wissenschaftlichen Forschung kann man heute bereits sagen, dass ohne dieses reichhaltige „Biotop im Darm“ die menschliche Existenz, bzw. deren Gesundheit vermutlich nur schwer bis gar nicht möglich ist.

Diverse Fachfortbildungen (AGMID, OePROM, DePROM, Biovis, u.a.) und viele erfolgreich behandelte Patienten später ist dieser Fachbereich fester Bestandteil sowohl meiner eigenen Arbeit, als auch der meiner Frau Michaela Schoenhoff (ebenfalls nicht-sektoral eingeschränkt arbeitende Heilpraktikerin).

2014 war neben dem Erarbeiten weiterer Vitalstoffe sozusagen das „Vitamin-D-Jahr“ in unseren Praxen. Angeregt durch meine in der orthomolekularen Medizin hochaktiven Frau lernte ich auch dieses scheinbar altbekannte Vitamin mit ganz neuen Augen zu betrachten.

2015 konnte ich meinem „invasiven Werkzeugkasten“ mit Fortbildungen in Mesotherapie eine ungemein hilfreiche neue Spritzen-Technik hinzufügen.

Zum (klinischen) Abschluss

Das spirituelle Ritual ebenso wie das esoterisch-feinsinnige haben  auch für mich ihre absolute Daseinsberechtigung. Und es gibt nicht wenige Menschen, die allein durch diese Methoden und Rituale wieder zur Gesundheit zurückfinden.

Auch wir, meine Frau und ich selbst, haben über die Jahre diverse nicht-medizinische Ausbildungen und sogenannte Einweihungen in dem Bereich durchlaufen, können also durchaus spirituell denken und wo angemessen auch so arbeiten.

Doch entgegen der gern verbreiteten Fehlmeinung, dass sich Heilpraktiker ausschließlich weltfremder, obskurer, esoterischer Placebo-Schwurbel-Aluhut-Techniken bedienen, können wir in der Heilpraxis Schoenhoff mit Fug und Recht für uns in Anspruch nehmen, in der überwältigenden Mehrzahl aller Behandlungsfälle komplett klinisch-wissenschaftlich  zu arbeiten.

Klinisch, das bedeutet für uns körperliche Untersuchung statt Auralesen, Laborbefund statt Pendeln, umfassende Recherche und vernetzte medizinische Fachfortbildung statt Engel-Channeling und Trommelgruppe. Wir wollen helfen, nicht bekehren.

Und im Rahmen dieser verantwortungsbewußten Hilfestellung dann die so genannte „Schulmedizin“ zu verdammen, erscheint uns genauso unsinnig wie andersherum die beachtlichen Möglichkeiten der komplementären oder integrativen Medizin sowie der Erfahrungsheilkunde außer Acht zu lassen.

Der Volksmund sagt: „Wer heilt hat recht„.
Altkanzler Helmut Schmidt† sagte mal: „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen
Wir sagen: „Der Mensch braucht Vitamine ebenso wie Visionen – aber alles zu seiner Zeit